Quote of the day (#5): What gives value to travel

I often feel somewhat schizophrenic while traveling. As much as I love all those travel adventures, there are always some situations throughout the planning process or during the journey itself that make me wonder about why I am exposing myself to all that stress. On those occasions, I usually remind myself about the beauty of life and the pleasure of traveling. I know I am blessed for having all those opportunities – I appreciate that fact.

That is why I cannot fully consent with Camus’ quote. However, I still like it’s overall statement.

What gives value to travel is fear. It is the fact that, at a certain moment, when we are so far from our own country … we are seized by a vague fear, and an instinctive desire to go back to the protection of old habits … this is why we should not say that we travel for pleasure. There is no pleasure in traveling, and I look upon it more as an occasion for spiritual testing … Pleasure takes us away from ourselves in the same way as distraction, in Pascal’s use of the word, takes us away from God. Travel, which is like a greater and a graver science, brings us back to ourselves.” (Albert Camus)


“Was den Wert des Reisens ausmacht, ist die Angst. Es ist die Tatsache, dass wir, wenn wir fern der Heimat, von einer vagen Angst verfolgt werden, vom instinktiven Verlangen uns in den Schutz alter Gewohnheiten zu flüchten … Deshalb sollten wir nie behaupten, zum Vergnügen zu reisen. Es ist nicht vergnüglich, zu reisen – ich sehe es eher als geistige Herausforderung an … Das Vergnügen entfernt uns von uns selbst, Pascal würde auch sagen, die Ablenkung entfernt uns von Gott. Reisen ist vielmehr eine höhere, sehr ernste Wissenschaft, die uns zu uns selbst zurückführt.” (Albert Camus)

Während meiner Reisen und Reiseplanungen fühle ich mich häufig ein bisschen schizophren. So sehr ich meine kleinen und großen Reiseabenteuer auch liebe: es gibt immer diese Situationen, in denen ich ihren Sinn hinterfrage. Manchmal ist das während des Planungsprozesses, manchmal auf der Reise selbst. Ich stelle mir dann Fragen wie: Ist es das wert? Kann ich das? Warum mache ich mir den Stress überhaupt? In diesem Momenten erinnere ich mich meistens an die vielen wunderschönen Glücksmomente im Leben, die mir das Reisen bereits beschert hat. Ich weiß das Privileg, all diese Möglichkeiten zu haben, sehr zu schätzen.

Deshalb kann ich Camus’ Worten auch nur begrenzt zustimmen. Seine Hauptaussage über die Herausforderungen des Reisen finde ich allerdings trotzdem ziemlich passend.

What I Miss While Being Abroad

As much as I love being abroad – there always are some things/ people/ circumstances I miss while being away from home. However, as always there are two sides to each medal:

What I often miss while being abroad

  • Being able to call my Mom and friends whenever I want
  • Having a fully equipped kitchen to cook and bake healthy food in
  • Having a fully equipped flat with anything I need to cook/ clean/ keep myself busy
  • Knowing my way around
  • Speaking the commonly spoken language
  • Having a certain routine
  • My jobs
  • My old friends
It's always a pleasure to go for a walk with a friend.

It’s always a pleasure to go for a walk with a friend. (c) Jonas Zerweck

What I like about being abroad

  • Remembering things way better than I usually would in order to be able to tell my family and friends about it next time I get a chance
  • Becoming creative due to little equipment in my temporary kitchen/ flat
  • Tasting local foods and drinks
  • Learning to find my way around
  • Learning a new language
  • Experiencing sometimes challenging but fun encounters due to the language barrier
  • Exploring new places and spaces
  • Finding cool things to do, nice places to eat, drink, or hang out
  • Stepping out of my comfort zone, facing challenges
  • Getting rid of my routine and changing perspectives
  • Being a bit more open-minded and easy-going than at home
  • Making new friends
  • Knowing my way around, having adjusted to the once new und unknown circumstances and feeling at home by the time I’m departing to go back home to Germany

Was ich fernab der Heimat vermisse

So sehr ich es liebe, fremde Länder zu bereisen – einige Dinge/ Menschen/ Gewohnheiten vermisse ich doch ab und zu. Wie so häufig im Leben hat aber jede Medaille mehr al seine Seite:

Was ich während meiner Auslandsaufenthalte oft vermisse

  • Meine Mama und Freunde anrufen können, wann immer ich möchte
  • Eine voll ausgestattete Küche haben, in der ich gesunde Leckereien backen und kochen kann
  • Putzsachen, Kochutensilien und alles, was das Herz zum Leben begehrt in meiner Wohnung finden können
  • Mich auskennen
  • Die Landessprache sprechen
  • Meinen Alltag
  • Meine Jobs
  • Meine alten Freunde

Was ich daran liebe, fernab der Heimat zu leben

  • Mir vieles deutlich besser merken, um meinen Lieben bei nächster Gelegenheit ausführlich davon berichten zu können
  • In der Küche auch mit begrenzten Möglichkeiten kreativ werden
  • Lokale Spezialitäten probieren
  • Lernen, mich an fremden Orten zurechtzufinden
  • Eine neue Sprache lernen
  • Manchmal etwas anstrengend, aber meist lustige, Begegnungen erleben, wenn ich mich trotz Sprachbarriere versuche zu verständigen.
  • Neue Orte erkunden
  • Ständig auf der Suche nach schönen Orten zum ruhängen und leckerem Essen sein
  • Meine Komfortzone verlassen und mich neuen Herausforderungen stellen
  • Mich von alten Alltagsroutinen befreien und neue Perspektiven einnehmen
  • Ein bisschen offener und lockerer drauf sein als sonst
  • Neue Freundschaften schließen.
  • Mich nach einer Weile in der neuen Heimat auskennen, mich an die einst ungewohnten Lebensumstände gewöhnt haben und mich zuhause fühlen – genau dann, wenn die deutsche Heimat wieder ruft.

Being happy is a conscious decision

Most of those who know me personally probably think since I’ve been abroad several times, leaving home and settling at a new place has to be a walk in the park for me by now. Nope, it’s not. In fact, I had a hard time during my first few days here. Although I generally am a super optimistic, open-going person, I first had some trouble adjusting to the new situation.

My problems:

  • I didn’t have any friends yet.
  • I don’t speak the Hungarian yet.
  • I didn’t have much to do (I arrived a week before lectures started past Monday).
  • I missed my friends and family as well as my daily routine back home.

After feeling miserable for a couple of days, I decided to take action against it.

Being happy is a conscious decision!

I remembered what I had learned during my past stays abroad:

  • People won’t walk into your room and ask you to become their friend.
  • That’s why you need to be active.
  • Go out, approach people, talk to strangers.
  • Don’t be afraid to ask people for help or company. They will most likely be happy to help or to have a good cup of tea together.
  • Be open-minded and spontaneous.
  • Good things take time – but they will always happen!
  • If you’re bored: find yourself something to do (I started with running)
  • Never lose your faith and optimism. Everything will be alight. Just give it a while.

All those things I remembered sound ridiculously simple. In fact, they are!

That is why I wasn’t miserable for too long. By now, only two weeks into my semester abroad, I have already made great friends and memories.

Rumzusitzen macht nicht glücklich!

Viele denken wahrscheinlich, ein neues Auslandsabenteuer sei für mich keine große Sache mehr ist. Nach all meinen Reisen sollte ich schließlich ein Profi in Sachen Ankommen, Klarkommen und Freunde finden sein. Leider nein!

Obwohl ich an sich ein super optimistischer, offener Mensch bin, hatte ich während der ersten Tage in Debrecen Schwierigkeiten, mich einzuleben.

Meine Probleme zu Beginn:

  • Ich hatte noch keine Freunde in Debrecen.
  • Ich spreche noch nicht Ungarisch.
  • Ich hatte nicht viel zu tun (ich kam eine Woche bevor die Seminare am Montag anfingen an)
  • Ich habe meine Freunde, Familie und meinen geregelten Alltag in Deutschland vermisst

Nachdem es mir also ein paar Tage lang weniger gut ging, habe ich beschlossen, etwas dagegen zu tun.

Glücklich zu sein ist eine bewusste Entscheidung!

Ich habe mich an das erinnert, was ich während meiner letzten Reisen für mich gelernt habe:

  • Menschen kommen selten in dein Zimmer und fragen, ob du ihre Freundin werden möchtest.
  • Deshalb ist das A und O, aktiv zu sein.
  • Geh raus, geh auf Menschen zu, sprich mit Fremden.
  • Scheue dich nicht, um Hilfe zu bitten. Die meisten Leute freuen sich, wenn sie helfen können.
  • Scheue dich noch weniger, sympathische Menschen nach einer Verabredung zu fragen. Fast niemand sagt nein zu einer guten Tasse Tee oder Kaffee.
  • Sei offen und spontan.
  • Manchmal braucht das Glück eine Weile – auf kurz oder lang grüßt es aber jeden!
  • Dir ist langweilig? Suche dir eine neue Aufgabe (ich habe angefangen, joggen zu gehen).
  • Verliere niemals deinen Optimismus und deinen Glauben. Alles wird gut. Immer. Geduld ist eine Tugend.

All diese Erkenntnisse, an die ich mich erinnert habe, klingen total banal. Sie sind es auch!

Genau aus diesem Grund habe ich zum Glück auch nicht allzu lang Trübsal geblasen. Mittlerweile, nach nur zwei Wochen in Debrecen, habe ich bereits einige sehr liebe Freunde gefunden und eine Menge erlebt (siehe Bildergalerie). 

Debrecen City Tour

The Erasmus Student Network (ESN) in Debrecen is quite active in organizing new activies for exchange students like me each week. I love to always have something to look forward to. Past Thursday, the ESN members gave us a city tour of Debrecen, including a walk up the “Yellow Church”‘s tower. The sunset view of our little town was fantastic!

Stadtführung durch

Das Erasmus Student Network (ESN) in Debrecen ist ziemlich aktiv und bietet ständig neue Aktivitäten für uns Austauschstudenten an. So gibt es immer etwas, worauf ich mich freuen kann. Am Donnerstag haben wir eine kleine Stadtführung von den ESN-Mitgliedern bekommen und durften die “Yellow Church” besteigen. Der Ausblick über unser Städtchen im Abendlicht war fantastisch!