Weniger Eintritt – weniger Wert?

Für die neueste Ausgabe von Schekker.de mit dem Thema KUNST gebe ich meine Meinung zum Thema freien Eintritt in Museum zum besten.

„Was nichts kostet kann auch nichts wert sein.“ Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Am Häufigsten kam er wohl aus dem Mund meiner Freunde. Ist der Eintritt zu einer kulturellen Veranstaltung frei, assoziieren sie damit oft mindere Qualität. Die Allgemeinheit scheint der Überzeugung zu sein, dass nur das gut ist, was sich monetär vergüten lässt.

Versteht mich nicht falsch, ich freue mich als arme Studentin über jeden gesparten Euro… den vollständigen Kommentar lest ihr HIER .

Steuerhinterziehung ist wie Diebstahl

Auf mitmischen.de wurde eben mein Kommentar zur Straffreiheit bei Steuerhinterziehung veröffentlicht. Ich bin dagegen, und ihr?

Ich halte nichts von Straffreiheit bei Selbstanzeige. Allenfalls Strafminderung erscheint mir legitim, um die Selbstanzeige weiterhin attraktiv zu machen. Den ganzen Kommentar lest ihr HIER.

 

Neknominations – not for me!

Die deutsche Version des Artikels findet ihr hier

My facebook timeline is full of drinking videos. The latest trend is called “Neknomation”. The big media have already reported the topic.

14-02-04_beer_-_CC BY-ND 2.0_-_Cambridge_Brewing_CoFor al those who have missed it (which is almost impossible if you’re on facebook), these are the rules of the “social beer game.” Who has the honor of being nominated via video link has 24 hours to to film himself down half a liter of beer and nominating three new people to do so as well. If he fails to do so he owes the one who nominated him a crate of beer.

The game is said to have started a few years ago in Australia and Great Britain. It just spread to Germany this year. “Neknomination” stands for “nek your dring – nominate another”.

If you ask me, this game is quite stupid. Don’t get me wrong. I like drinking a beer or two. I even rarely say No to drinking games. However, I don’t get the point in uploading a video of me drinking beer and urging people to do so as well. Why should I?

I know I can down half a liter of beer – my friends do as well. I also know that they are capable of dowing as well – probably even quicker than me. No news. Not admirable at all.

Neknominations have already had fatal consequences in countries other than Germany. According to British media, a guy supposedly jumped into a river and drowned after doing a crazy Neknomination video. Appearently, Neknominations are supposed to be as crazy as possible – and dangerous. Why else would someone skate on a busy road with his beer bong?

14-02-04_-_good_deed_CC BY 2.0_-_QuasifyInstead of praising these drunkards, I admire those who say No to that senseless drinking. TheImperic published a wonderful collection of reversed video answers. These videos’ protagonists do random acts of kindness instead of drinking. One guy donated soccer balls to street children in South Africa, another one gifted a tasty lunch to a construction worker. At the end of their videos, they encourage their friends to follow their example.

These random acts of kindness are truly admirable. It is probably way harder for one or the other to approach a completely stranger than to sit in front of your camera with a tankard. But most of all: making others happy is much more rewarding than drinking half a liter of beer. For me, at least. If someone decides to neknominate me, I will make a donation to the food pantry instead.

This is a great example of a good deed instead of stupid drinking
http://www.youtube.com/watch?v=445YLWUL6Ps

What do you think about Neknominations? Do you find them stupid as well or think it’s a fun drinking game?

Neknominations – nicht mit mir

You can find the English version here

Meine Facebook-Zeitleiste quillt über vor Videos trinkender Freunde. „Neknomination“ heißt der neueste Online-Trend. Die gängigen Medien haben sich bereits den ganzen Tag lang über das neue Top-Thema berichtet.

14-02-04_beer_-_CC BY-ND 2.0_-_Cambridge_Brewing_CoFür alle, die es doch noch nicht mitbekommen haben (was als Facebook-Mitglied beinahe unmöglich zu sein scheint), hier die Spielregen des „Social Beer Games“. Wer die Ehre hat, via Videoverlinkung eine Neknomination zu erhalten, hat 24 Stunden Zeit, eiStatistiknen halben Lieder Bier auf ex auszutrinken und sich dabei zu filmen. Nach vollbrachter Tat dürfen drei neue Trinker nominiert werden. Das Bier-Exen wird gefilmt und auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken geteilt. Wer 24-Stunden nach seiner Nominierung nicht den Videobeweis seines halben Liters Bier auf ex angetreten hat, schuldet dem, der ihn nominierte, einen Kasten Bier.

Das Spiel soll schon vor einigen Jahren in Australien und Großbritannien gespielt worden sein, schwappte jedoch erst jetzt nach Deutschland. Der englische Name „Neknomantion“ steht für „nek your dring – nominate another“ und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Exe dein Getränk – nominiere jemand anderen.“

Wenn ihr mich fragt, ist das ganze ziemlich dämlich. Versteht mich nicht falsch, auch ich trinke mal gerne ein Bier oder zwei. Selbst zu Trinkspielen sage ich selten Nein. Mich dabei zu filmen, zu trinken, das Video online zu stellen und andere Leute zu drängen, mir gleichzutun, käme mich jedoch nicht in den Sinn. Warum auch?

Ich weiß, dass ich einen halben Liter Bier exen kann – meine Freunde auch. Dass sie das ebenfalls können – vermutlich sogar viel schneller als ich – ist auch nichts Neues. Und bewundernswert schon gar nicht.

In anderen Ländern soll der Trend der Neknominations so weit gehen, dass die (un)freiwilligen Kandidaten sturzbetrunken in einen Fluss springen (und ertrinken) oder mit einer Bier-Bong über eine vielbefahrene Straße skaten. Laut So viel Dummheit finde ich noch weniger bewundernswert als nicht bewundernswertes Bier trinken.

http://www.youtube.com/watch?v=445YLWUL6Ps
Eine schöne Alternative zum sinnlosen Saufen!

14-02-04_-_good_deed_CC BY 2.0_-_Quasify

Stattdessen gilt meine Bewunderung denen, die Nein, zum sinnlosen Saufen sagen. Die britische Website TheImperic veröffentlichte erst heute eine Sammlung wundervoller Gegenvideos. Anstatt zu trinken, tun die Protagonisten dieser Videos etwas Gutes. Einer verschenkt Fußbälle an Straßenkinder in Südafrika, ein anderer spendiert Straßenarbeitern ein leckeres Mittagessen. Am Ende ihrer Videos rufen sie ihre Freunde ebenfalls zu mitmachen auf.

Diese „Random Acts of Kindness“ finde ich bewundernswert. Viele kostet es vermutlich mehr Überwindung, einen fremden Menschen anzusprechen, als allein mit einem Bierkrug vor der Kamera zu sitzen. Außerdem bereitet Andere-glücklich-machen viel mehr Freude als ein halber Liter Bier. Mir zumindest. Sollte also jemand meine Trinkfestigkeit auf die Probe stellen wollen, werde ich stattdessen Lebensmittel an die Tafel spenden.

Was haltet ihr von Neknominations? Lustiges Trinkspiel oder sinnloser Quatsch?