Super-Silvester-Sause…?!

***Dieser Artikel wurde auf SPIESSER.de erstveröffentlicht***

Jedes Jahr im Dezember stellt sich SPIESSER-Userin Laura die gleiche Frage: Wie und wo feiere ich Silvester? Das Wann klärt sich ja zum Glück von allein.

Auf welche Weise will ich mich vom alten Jahr verabschieden? Im kleinen Kreis, gemütlich mit guten Freunden? Allein, ganz romantisch mit meinem Liebsten? Mit Freunden und Fremden bei der Hausparty nebenan? Oder doch lieber mit vielen Unbekannten im Club meiner Wahl? Die Möglichkeiten, das neue Jahr gebührend zu empfangen, sind schier unendlich. Eins ist dabei klar: Ich möchte die Party meines Lebens feiern – Jahr für Jahr.

Doch warum ist das so? Ist die Nacht zwischen dem 31. Dezember und dem 1. Januar nicht wie alle anderen? Klar, die Jahreszahl im Kalender ändert sich. Aber die Party meines Lebens könnte ich auch in jeder anderen Nacht feiern – oder eben nicht.

Weshalb auch immer, die Silvesternacht soll immer etwas Besonderes sein. Pünktlich zum neuen Jahr habe ich gute Vorsätze gefasst. Die Zahl im Kalenderblatt ändert sich und so soll sich auch mein Leben wandeln. Weniger Schokolade, mehr Sport, mehr Liebe, Gesundheit und Glück [die Leserschaft ergänze an diese Stelle ihre eigenen Wünsche].

Vielleicht habe ich auch deshalb so hohe Ansprüche an die Silvesterfeier. Vielleicht denke ich, sie sei der Symbolbote des kommenden Jahres. So wie der Bleiklumpen, in den ich Traumtypen, Autos und sonst was hineininterpretiere. Wenn ich nicht richtig gute Laune auf einer supergeilen Party habe oder voller Erfüllung zu zweit das Feuerwerk anschmachte – kann das neue Jahr dann wirklich gut werden?

Ja, kann es! Auch, wenn wir mal wieder vergessen haben, unsere Snacks vorab abzusprechen und mit nichts als zehn Kuchen und einem Kilo Kräuterbutter dastehen. Auch, wenn die selbst gebaute Silvesterraketen-Kettenschaltung der Jungs nicht im Himmel, sondern einer brennenden Hecke endet. Sogar dann, wenn die beste Freundin zu betrunken ist, der Neujahrskuss ausfällt und ich dank der spontanen Gummibärchen-Bowle-Schlacht meiner Freunde am nächsten Tag die ganze Wohnung schrubben muss oder ich Bockwurst aus dem elterlichen Gartenteich fischen darf.

Meine Mutter würde mir vielleicht raten, einfach nicht so hohe Ansprüche an die Silvesternacht zu stellen – dann könnte ich auch nicht enttäuscht werden. Aber mal ehrlich? Kann man Vorfreude und Erwartungen einfach so ausschalten? Nein kann man nicht! Stattdessen habe ich nach der letzten Silvesterparty – ganz gemütlich und mittel-langweilig mit ein paar Freunden – beschlossen, die Sache einfach mit Humor zu nehmen.

Es geht was schief? Schlimmer gehts immer. Es läuft nicht wie geplant? Was im Leben tut das schon? Schlussendlich beginnt das neue Jahr auch, wenn ich gar nicht feiere. Aber: eine mittel-gute Party mit tollen Freunden ist immer noch besser als eine tolle Party ganz ohne Freunde. Und wenn gar nichts hilft: Das nächste Silvester kommt bestimmt.

Text: Laura Konieczny
Fotos: Laura Konieczny,  NC-SA 2.0.,CC
http://www.spiesser.de/artikel/silvester-du-loser (31.12.2013)

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