Trouble with AIESEC Baroda – but at least I got my friends

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Saturday, August 3rd 2013

Our new house from the outside/ Unser neues Haus von aussen

Our new house from the outside/ Unser neues Haus von aussen

When I decided to do my internship in India, my local committee in Germany advised me not to because there had been complaints about local committees in India before. I thought about the issue and decided that I would talk to AIESEC Baroda and then decide if I wanted to go there anyway. My thesis was that AIESEC Dortmund might be generalizing a bad experience a single person had in India. The e-mail contact and the skype interview with my buddy were really good. He answered all of my questions and assured me we would only share an accommodation with no more than five or six people and all was already set up. The project description also sounded great: educating women and children about their rights by going to community centers.

However, after all there has been a lot of trouble with AIESEC Baroda, the accommodation and people’s projects every day since I arrived here. Apparently, some projects people had applied for did not even exist, so that they did not have anything do to for several weeks until they were able to get involved with another project. My project exists, but playing and crafting with children is not exactly what I aimed for. However, I somehow like it.

The greatest trouble so far occurred to me last night when the apartment owner told us (the volunteers) everybody had to move out within an hour. Where? He did not care – AIESEC Baroda did not forward our money to pay the rent so he wanted to rent the flat to someone he would get the money from. We called an AIESEC member to talk to the owner but he was obviously not willing to negotiate. People that have already been here for a while told me discussions like this had happened once a week since they arrived. Some of them already had to change their accommodation twice. Some had even already rented their own flat so they would not be dependent on AIESEC Baroda anymore. Although I knew we would definitely find a solution and I would not have to sleep in the streets, I was internally freaking out but tried to put myself together and to stay calm. I hate to cry in public, I guess that helped me not to start.

Eventually, after a great discussion and countless phone calls, the AIESEC Baroda member (I don’t want to state his name because it is probably not his fault alone – but he was there at that very moment) came up with a solution: all the interns should move to a nearby dormitory and stay there for indefinite time. Those who had stayed there before freaked out because they apparently hated the place due to its bad hygienic conditions. At that point, I had already called my friends who had moved to their own apartment. They picked me up, comforted me (I was almost freaking out but still trying to get myself together) and took me and some others along to their place.

I love the new house! (Yes, we upgraded from an apartment to a house) We are all getting along very well, have nice bathrooms and set up a deal with a maid to come and clean every day. The house is situated a bit further away from Baroda center but set in a complex of villas – that means we are super safe now.

Everything should be fine, now. I am incredibly grateful that I have met those great friends who took care of us when AIESEC Baroda did not. We are having a great time together and are planning on exploring the city of Baroda after work today and tomorrow.

Ärger mit AIESEC Baroda – und wie meine Freunde mich retteten

Samstag, 3. August 2013

Als ich mich dazu entschieden habe, mein Praktikum in Indien zu machen, hat mir die Ortsgruppe in Dortmund davon abgeraten. Es habe bereits Beschwerden über Ortsgruppen in Indien gegeben. Ich beschloss, die Sache nochmal zu überdenken. Meine These war schließlich, dass man nicht von der negativen Erfahrung einer einzigen Praktikantin aus Dortmund auf alle anderen Praktika schließen sollte. Ich beschloss also, mich mit AIESEC Baroda auseinander zu setzen und dann zu entscheiden, ob ich dort arbeiten möchte. Der E-Mail-Kontakt mit meinem Buddy und das Skype-Interview mit ihm waren sehr gut. Er war super nett und beantwortete mir all meine Fragen. Er versicherte mir außerdem, dass meine Unterbringung bereits gesichert sei und ich mir mit maximal fünf oder sechs Personen die Wohnung teilen würde. Die Praktikumsbeschreibung klang auch super: ich würde Aufklärungsarbeit über Frauen- und Kinderrechte betreiben, indem ich soziale Einrichtungen besuche.

Trotz der grandiosen Vorabbetreuung gab es in letzter Zeit jedoch viel Ärger mit AIESEC Baroda, der Unterbringung der Freiwilligen und ihren Jobs. Einige der ausgeschriebenen Stellen existierten scheinbar nicht einmal. Leute, die schon länger hier sind, haben mir erzählt, dass sie während ihrer ersten Wochen hier nichts tun konnten, weil sie sich zuerst um eine Alternative zum eigentlichen Projekt kümmern mussten. Mein Projekt existiert zwar und macht mir so weit auch Spaß, aber einzig und allein spielen und basteln mit Kindern war ursprünglich nicht genau das, was ich hier tun wollte.

Den größten Ärger bisher hatte ich jedoch gestern Abend, als unser Vermieter plötzlich in der Wohnung stand und uns (den Freiwilligen) sagte, wir müssten binnen einer Stunde ausziehen. Wohin? Das sei ihm egal – AIESEC Baroda habe unser Geld nicht weitergeleitet und die Miete nicht gezahlt, deshalb wolle er die Wohnung an jemand liquides neuvermieten. Außerdem dürften laut Gesetz maximal acht Leute in der Wohnung leben – wir seien „knapp“ drüber. Wir riefen ein AIESEC Mitglied aus Baroda an, aber der Vermieter war nicht bereit, mit ihm zu verhandeln. Einige der älteren Praktikanten erzählten mir, dieses Szenario habe sich in der Vergangenheit beinahe wöchentlich abgespielt. Einige von ihnen mussten bereits  zwei Mal umziehen. Einige von ihnen hatten sich bereits um eine eigene Wohnung gekümmert, sodass sie nicht mehr von AISEC Baroda abhängig seien. Obwohl ich ziemlich sicher wusste, dass wir definitiv eine Lösung finden und ich nicht mitten in der Nacht auf der Straße landen würde, rastete ich innerlich aus. Ich versuchte aber, mich zusammenzureißen und ruhig zu bleiben. Ich weine nicht gern in der Öffentlichkeit, das half mir glaube ich dabei, es zu unterdrücken.

Schließlich, nach endlosen Diskussionen und zahllosen Telefonaten, hatte der AIESECer aus Baroda eine Lösung im Angebot (Ich möchte seinen Namen hier nicht nennen, weil er nicht allein Schuld an der Situation trägt – er war nur halt in dem Moment gestern der Buhmann).Sein Vorschlag: Wir sollten alle in eine Jugendherberge umziehen und dort für vorerst unbestimmte Zeit wohnen. Diejenigen, die bereits zuvor eine Nacht dort verbracht hatten, regten sich tierisch über diesen Vorschlag auf. Scheinbar sind die hygienischen Bedingungen dort alles andere als gut. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits meine Freunde angerufen, die bereits vor einigen Tagen in ihr eigenes Haus  gezogen waren. Sie holten mich ab, beruhigten mich (ich war wirklich fertig mit den Nerven, aber riss mich immer noch so gut es ging zusammen), und nahmen mich und einige Andere mit zu unserer neuen gemeinsamen Bleibe.

Das neue Haus ist fantastisch! (Ja, wir sind nun sogar von einer Etagenwohnung zu einem ganzen Haus aufgestiegen) Wir verstehen uns alle super gut und haben viel Spaß miteinander. Die Zimmer und Bäder sind super schön und wir haben bereits eine Putzfrau angeheuert, die regelmäßig sauber machen wird. Das Haus ist etwas weiter weg vom Stadtzentrum als die alte Wohnung, aber befindet sich stattdessen in einem Villen-Komplex. Hier sind wir also super sicher.

Jetzt sollte endlich alles geregelt sein. Ich bin unsagbar dankbar für diese tollen Freunde, die ich hier gefunden habe. Sie haben sich um mich und die Anderen gekümmert, als AIESEC Baroda es nicht so tat, wie es sein sollte. Jetzt geht es hoffentlich nur noch weiter bergauf. Heute nach der Arbeit und morgen werden wir gemeinsam Baroda erkunden.

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